Porzellanhändler oder Porzellansammler?

Es gibt die Porzellanhändler auf der einen Seite. Das funktioniert wie bei allen anderen Artikeln des täglichen Lebens. Sie schauen, was neu auf den Markt gekommen ist. Davon bestellen Sie dann mal eine Ladung. Wenn Sie sehen, dass das Service x sehr gerne vom Kunden gekauft wird, dann bestellen Sie einfach noch mal ein paar Kartons. Auch vom Kunden gesuchte Einzelteile sind kein Problem: „Möchten Sie noch 6 Kaffeetassen mit oder ohne Unterteller dazukaufen?“ Wie gesagt: kein Unterschied zu der tollen Jeans in der Lieblingsboutique oder zu der neuen Küchenmaschine, von der die Nachbarin so begeistert ist.

Aber dann gibt es auch noch die Jäger und Sammler…. Porzellan, das man vor 45 Jahren zum Hochzeitstag geschenkt bekommen hat. Das große Kaffeeservice, das man von der Oma geerbt hat und das nur zu „besonderen Anlässen“ aus dem Schrank genommen wurde. Das tolle Speiseservice, das man sich nach und nach zusammengespart hat. Mal hier zwei Teller, dann noch mal eine Suppenterrine für Weihnachten schenken lassen, vom aufmerksamen Ehemann zum Geburtstag zwei Kerzenständer dazu. Das findet man nicht im „Laden um die Ecke“. Da muß man sich schon Mühe geben und SUCHEN. Auf dem Flohmarkt im nächsten größeren Ort. In Antikläden, wenn man einen Stadtbummel macht. Im Internet, wenn man es sich Sonntag Nachmittag mit einer Tasse Kaffee vor dem Computer gemütlich macht. Da ruft auch mal die Schwester an und sagt ganz aufgeregt: „Hey, ich habe da was gefunden, vielleicht haben die auch DEIN Geschirr!“ Man weiß von jedem einzelnen Stück, wo es gekauft wurde. Das Porzellan erzählt Geschichten. Es ist nicht möglich, sich gleich mal das komplette Suppenservice dazu zu kaufen, das macht man nach und nach. Mit viel Geduld. Und Glück, wenn man die richtige Adresse hat.

Und DAS ist der Unterschied, wenn man halt nicht mit neuem Porzellan handelt, sondern mit altem, im Handel nicht mehr erhältlichem Geschirr. Man muss verstehen, was dahinter steckt. Man muss selbst so verrückt sein, auf dem Flohmarkt in Begeisterungsstürme auszubrechen, wenn man die lang gesuchten Kaffeetassen von Service A entdeckt (und sich möglichst ruhig verhalten, um den Preis nicht in die Höhe zu treiben 🙂 ). Man muss einfach die Energie und die Motivation haben, mal wieder dort nachzufragen oder hier vorbeizufahren oder auf jedem Weg, den man macht, wieder alle An- und Verkaufsläden abzuklappern, weil ja jeden Tag was Neues reinkommen könnte. Immer wieder mal im Internet nachzuschauen, auch zu den unmöglichsten Zeiten, vor allem an Sonntagen und an Feiertagen, frühmorgens und spätabends. Sonntags ganz, ganz früh aufzustehen, um gleichzeitig mit den Ausstellern auf dem Flohmarkt zu sein, meistens mehrere Märkte am gleichen Tag.

Und wenn man all das täglich machen darf…. dann hat man seinen Traumjob gefunden 🙂

Hier noch das passende Video dazu (einfach auf den Link klicken).

 

Ihr findet unseren Shop hier: www.porzellankeller.de

 

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4 Kommentare

  1. Genau, vor 47 Jahren bekam ich dieses Geschirr zur Hochzeit, vieles ging im laufe der Jahre kaputt und man bekam es nicht mehr zu kaufen.Auf einem Antikmarkt in Linz entdeckte ich die ersten Teile und meine Sammelleidenschaft begann.Mittlerweile ist das Kaffee -und Eßservice auf 12 Teile angewachsen……Es handelt sich hierbei um das Geschirr v.Villeroy&Boch Burgenland Grün

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